__ Mary CASSATT ___Peintre impressionniste___1843-1926 __

__ Mary  CASSATT ___Peintre impressionniste___1843-1926 __

ALLEMANT

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MARY CASSATT geboren 1843 in Pittsburgh, U.S.A.

gestorben 1926 in Schloss Beaufresne, Le Mesnil-Théribus, Frankreich

Sie verbringt einen Teil ihrer Kindheit in Paris wo ihre Eltern ab 1853 fünf Jahre verbrachten.

Nach Rückkehr in die U.S.A. studiert sie Zeichenkunst in Philadelphia. Die dort angewandte akademische Ausbildung entspricht jedoch nicht ihrer Erwartung und sie entscheidet sich zu vervollkommnen. In Parma, Italien, studiert sie acht Monate lang die Werke von Il Correggio, der sie anfangs beeinflusst. Von dort begibt sie sich nach Spanien und anschließend nach Antwerpen, Belgien.

1873 wird sie in Paris ansässig. Auf dem ‚Salon’/Ausstellung von1874 stellt sie ein Portrait aus. Der mit Mary Cassatt befreundete Maler Tourny bringt Degas zu dieser Ausstellung mit und letztere drückt sich folgendermaßen aus: „Hier haben wir es mit einer Frau zu tun, die so fühlt wie ich es tue.“

Degas, der erfahren hat dass man Mary Cassatt verweigert hat ein Gemälde auf dem ‚Salon’ von 1887 auszustellen, sucht sie in ihrem Atelier auf und bietet ihr an in Zukunft nur noch mit der ‚Gruppe der Impressionisten’ auszustellen. Mit großer Begeisterung gibt sie ihre Zustimmung und später berichtet sie: „Mir war bereits bewusst geworden wer meine wirklichen Meister sind. Ich bewunderte Manet, Courbest, Degas. Ich verabscheute die konventionelle Kunst. Von nun an konnte ich aufleben.“

Im April 1879 nahm Mary Cassatt an der vierten Impressionisten-Ausstellung teil, welche, in einer zu diesem Anlass gemieteten Wohnung in N° 28 der Avenue de l’Opéra in Paris stattfand. Vor ihrem Gemälde, eine junge Frau in einer Loge darstellend, bemerkte Gauguin, der den Stil von Mary Cassatt mit dem von Berthe Morisot vergleicht: „Die Arbeit von Mary Cassatt hat ebensoviel Reiz, aber eine stärkere Ausdruckskraft.“

Mary Cassatt zeichnet sich in der Tat durch Kraft in ihrer Zeichenkunst und Klarheit in der Raumaufteilung aus. Ihre Werke bringen, neben den Akzenten großer Sensibilität, eine sehr starke Energie zum Ausdruck.

Degas, der ihre Fortschritte überwacht, mangelt nicht mit zweideutigen Komplimenten wie: „Es ist mir nicht ein Leichtes zuzugeben, dass es eine FRAU ist, die so gut zeichnet.“

Des weiteren ist Mary Cassatt eine Intellektuelle; sie liest viel, begeistert sich für Geschichte und Archäologie, ist mit Mallarmé befreundet. Eine Radierung von ihr ‚Mademoiselle Mallarmé einen Fächer haltend“, stellt die Tochter des Dichters dar.

Sie wendet sich der graphischen Kunst zu, trotz Spott ihrer männlichen Kollegen, denn bisher hat man kaum eine Frau gesehen, die auf diesem Gebiet eine eigene Technik fand. Im April 1891 stellt sie jedoch bei Durand-Ruel neben vier Gemälden eine Reihe von zehn Farbstichen aus.

Mary Cassatt führt ein ruhiges Leben in Frankreich zwischen ihrem Landhaus in Le Mesnil-Théribus im Département Oise und ihrer Pariser Wohnung. Figuren- bzw. Gestaltenmaler, beschränkt sie sich jedoch nicht auf das Porträt. Ihr Lieblingsmotiv: Mutter und Kind. Sie wiederholt das Thema der Mutterschaft mit Ausdruck, jedoch ohne Schwärmerei. Da sie selbst nicht Mutter ist, wird sie es in der Malerei, im höchsten Sinn der Schönheit dieses Zustands. Sie malt das Kleinkind wie eine frische Frucht und die Mutter wie einen jungen Baum der diese Frucht trägt, mit Kontrasten zwischen samtfarbiger Haut und ausgewählten Farben der Kleidung. Es entsteht eine geheime Verbindung in der Haltung, der die sinnliche Verbindung zwischen einem kleinen Wesens und der Mutter, die es gezeugt hat, hervorruft.

Neben ihrer eigenen, immer weitergehenden Schaffenskraft, ist Mary Cassatt bemüht Werke ihrer Freunde in den U.S.A. vorzustellen. Es gelingt ihr, zum Teil dank ihres Bruders, Präsident der pennsylvanischen Eisenbahngesellschaft, eine große Anzahl impressionistischer Gemälde in amerikanische Kunstsammlungen einzuführen.

Man darf auf keinen Fall Mary Cassatt mit den amerikanischen Impressionisten, wie Robinson und Childe Hassman, die im gewissen Sinne als Mitläufer dieser Kunstbewegung zu betrachten sind, vergleichen.

In „ Souvenirs eines Kunsthändlers “ berichtet Ambroise Vollard dass die gesamte Bevölkerung des Ortes in dem Mary Cassatt gewohnt hat, sich zu ihrer Beerdigung begibt aus Dankbarkeit für ihre Großzügigkeit. Nur ihre treue Bediente, Mathilde, und einige enge Vertraute kannten die wirkliche Großherzigkeit von Mary Cassatt, denn ihre Gesten der Wohltätigkeit waren fast immer begleitet von Zurückhaltung, so als fühle sie eine gewisse Scheue wenn sie Gutes tat. Ihre Gemälde, abgesehen von der technischen Qualität, sind übrigens oft das Spiegelbild ihrer ethischen Anforderungen. Die Modelle kommen häufig aus der Bauern- oder Arbeiterklasse, wo man, nach ihrer Meinung, die natürlichste Ausdruckskraft findet. Sie hält jedoch eine Distanz zur unteren Volksklasse ein und dennoch malt sie die einfache Frau mit ebensoviel Würde wie ihre eigene Schwester.

GENEALOGIE

Ein Vorfahre von Mary Cassatt wurde in der Normandie-Picardie geboren.

Als Hugenotte litt er unter den Religionskriegen und verlässt Frankreich. Er lässt sich erst in Holland nieder und schifft sich jedoch bald danach, mit 23 Jahren nach Amerika ein, wo er ein reicher Mann wird.

IHR LEBEN IN EUROPA, FRANKREICH UND, IM BESONDEREN, IM DEPARTEMENT OISE

Das Jahr 1892 verbringt sie in Bachivilliers, im französischen Département Oise. Sie malt hier eine 6 x 6 Meter große Freske für den Pavillon der Frau auf der Universalausstellung von Chicago in 1893.

Später kauft sie das benachbarte Schloss Beaufresne in Le Mesnil-Théribus. Von ihrem Vater und ihrer Mutter umgeben, empfängt sie hier ihre Freunde.

Mary Cassatt stirbt im Juni 1926 in Le Mesnil-Théribus in ihrem so sehr geliebten Schloss Beaufresne. Sie ist begraben auf dem Friedhof dieses Ortes mit einem Teil ihrer Familie

 

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20/07/2012
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